Archives for Mai 2018

Zementplatten

Zement-gebundene Platten sind derzeit durch Retro- bzw. orientalische Muster wieder voll im Trend. Diese Platten wurden um die wilhelminische Zeit, verstärkt in Villen und Geschäftshäusern verlegt.

Viele Hersteller produzieren diese Platten in alter Optik mit neuen Materialien und Techniken nach. Dieser Materialmix aus Zement als Grundkörper, und einer Oberfläche aus Kunststoff, bedarf der Einhaltung wichtiger Verlege-Vorschriften und ist daher selbst für den Fachmann nicht immer trivial.

Es muss die korrekte Restfeuchte der Platten berücksichtigt werden und der richtige Einsatz von Dünnbett-Mörtel und das richtige Fugenmaterial zur sicheren Verlegung gewährleistet werden.

Selbst die Nachbehandlung der Kunststoffoberfläche dieser Platten setzt ein fachmännisches Wissen und Können voraus.

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Natursteine

Mittlerweile erobern Naturstein-Materialien immer häufiger das Badezimmer.
Durch die Vielzahl unterschiedlicher Natursteine auf dem Markt, werden oft solche im Nass-Bereich eingesetzt, die dort aufgrund ihrer Beschaffenheit nichts verloren haben.

Naturstein ist nicht gleich Naturstein. Führen Sie deshalb vor der Verlegung ein ausführliches Beratungsgespräch mit Ihrem Fliesenleger-Meister. Er wird Sie über die Besonderheiten des Materials im Zusammenhang mit Lauge und Wasser, Reinigungsmittel und Begehbarkeit beraten.

Oft wird ein Stein als Granit verkauft, der eigentlich ein Gabbrostein ist.
Auch hier empfiehlt es sich für den Laien einen Meisterbetrieb aufzusuchen.
Denn Natursteine werden in

  1. Erstarrungsgesteine  (z.B Granit, Basalt usw.)
  2. Schichtgesteine (kieselige Gesteine, Quarzit, Kalksteine, Marmore, Travertin)
  3. Metamorphose Gesteine (Dachschiefer und Gneise)

gegliedert.

Mittlerweile im Trend sind Natursteine, die aus Indien oder China stammen und für den Laien preislich interessant erscheinen.

Diese sind aber oft mit Harzen in der Oberfläche behandelt, um den Eindruck einer polierten Oberfläche zu erwecken. Selbst für manchen Fachhändler ist dies nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Es handelt sich hierbei nicht mehr um ein 100% einwandfreies Naturprodukt.
Nach der Verlegung kommt es bei solchen Materialien nicht selten zu Schäden, da sie keine hinreichende Verbindung mit dem Dünnbettmörtel eingehen.

Oft werden im Außenbereich Steine verlegt, die nicht Frost- und taubeständig sind – optisch aber schön wirken.

Am Beispiel einer deutschen Großstadt kann man sehen, wie wichtig die Verwendung von geeignetem Material ist. In einer Fußgängerzone wurde Naturstein verlegt, der nicht Frost -und taubeständig ist und nun starke Abplatzungen aufweist.

Dies hätte man durch die Verwendung eines Natursteins aus dem Alpengebiet vermeiden können. Auch hier zahlt sich ein etwas teurerer Naturstein auf Dauer aus.

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Schimmelpilze

Es kommt immer darauf an, wie hoch die Luftfeuchtigkeit im Verhältnis zu einem Kubikmeter Luft ist und ob das Material zell- oder haufwerksporig ist.

Oft sind Häuser durch die Energie-Spar-Verordnung zu dicht gebaut, sodass der Austausch von Luft auf natürlichem Wege verhindert wird.
Durch den Laien wird dann auch noch falsch und zu wenig gelüftet.

Gerade im Winter reicht es, z.B nach einem Dusch-Vorgang das Fenster nur einige Minuten zu öffnen um die Luftfeuchte zu senken.

Das Fenster sollte dabei nicht gekippt werden, sonst entsteht am Fensterrand der Taupunkt, in dem Wasserdampf durch sublimieren in den festen Zustand übergeht.

Die meisten Silikonfugen, in denen für den Hausbewohner, schwarze unansehnliche Flecken entstehen, sind meist ein Resultat falscher Verarbeitung des Silikones.

Da das Silikon nicht, wie vom Hersteller gefordert, mit Silikon-Glättmittel abgezogen und verarbeitet wurde. Leider benutzen die meisten Verarbeiter Seifenlauge zum Glätten der Silikonfuge.

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Drainage

Drainage-Estriche und Drainage-Matten werden meistens im Außenbereich eingesetzt und sollen den verlegten Boden dauerhaft  vor dem Eindringen von Feuchtigkeit schützen. Denn mit dieser Maßnahme wird das Wasser am besten abgeleitet.

Da es eine Vielzahl von Produkten auf dem Markt gibt, sind unbedingt die Herstellerangaben zur Verarbeitung zu beachten und einzuhalten.

Vor allem das Gefälle sollte korrekt geplant sein.
Drainage-Mörtel und Platten sind gerade für die Naturstein-Verlegung geeignet, da sie durch die schnelle Abführung von Wasser nicht zu Ausblüh- und Verfärbungs-Verhalten neigen.

Der Mörtel besitzt durch sein Einkorn eine sehr hohe Wasserdurchlässigkeit. Dadurch wird die Konstruktion Frost-unempfindlich. Dieser Einkorn-Mörtel ist im Außenbereich für Terrassen, Treppenanlagen und Balkone besonders empfehlenswert.

Auch hier ist die korrekte Planung der Dicke des Belages und der Abführung des eindringenden Wassers von besonderer Wichtigkeit.

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Reparaturen und Sanierungen

Es gibt verschiedene Techniken um hohl-liegende Fliesen zu sanieren. Dabei muss nicht immer gleich eine Totalsanierung vollzogen werden, die wiederum mit Schmutz und Dreck verbunden ist.

Der Schaden kann beseitigt werden ohne den Belag zu entfernen bzw. zu beschädigen.

Hierzu werden Suspensionen unterhalb der hohl-liegen Fliesen injiziert und anschließend mit Gewichten beschwert, sodass ein neuer Haftverbund entstehen kann.

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Estriche

Es gibt verschiedene Aufbau-und Ausführungsarten für Estriche im Bauwesen.
Die Normenreihe DIN 18560, „Estriche im Bauwesen“, besteht aus

  • TEIL 1 : Allgemeine Anforderungen, Prüfung, Ausführung
  • TEIL 2 : Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten (schwimmende Estriche)
  • TEIL 3 : Verbundestriche
  • TEIL 4 : Estriche auf Trennschicht
  • TEIL 5 : Hoch beanspruchte Estriche  (Industrie-Estrich)

Schwimmende Estriche haben diverse Anforderungen für Wärme- und Schallschutz einzuhalten und gleichzeitig die Aufnahme für Heiz- und Kühlsysteme zu gewähren.

Hier müssen vom Planer und den ausführenden Gewerken viele DIN-Normen bzw. Klassifizierungen des Bauteils eingehalten werden, um ein Schaden-freies Produkt herzustellen.

Denn, was nützt der schönste Oberbelag, wenn der Untergrund nicht richtig geplant, oder von Oberbeleger zu früh mit seinen Materialien daraufgelegt wurde?

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Mittelbett-Verlegung

Mittelbett-Verlegung ist die Verlegung von Keramik-Naturstein-Klinker und Feinsteinzeug.

Besonders für großformatige Platten, gerade im Naturstein-Bereich, ist die Mittelbett-Verlegung mit am besten geeignet, da Schichtdicken von 5 bis 20mm erzielt werden können.

Im Gegensatz zur Dünnbettverlegung ist die Mittelbett-Verlegung bei Naturstein-Arbeiten vorzuziehen, um eine fast Hohlraum-freie Verlegung zu ermöglichen.

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Dünnbett-Verlegung

Unter Dünnbett-Verlegung versteht man die Verlegung von Keramik, Naturstein, Glas-Mosaik-Klinker und Feinsteinzeug.

Der Dünnbettmörtel (Kleber) wird mit Hilfe einer Zahnung in Schichtstärken von einem bis 5 mm aufgetragen.

Hier stellt man fest, dass Unebenheiten während des Verlege-Verfahrens sehr schwer mit Kleber auszugleichen sind.

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Verbundabdichtungen

Bei Verbundabdichtungen ist im Voraus eines Projektes einiges zu beachten.

Einzelne (Bunde-) Länder haben Bauordnungen, in denen festgelegt ist, wie ein Bauwerk oder ein Bauteil vor Beschädigungen durch eindringendes Wasser oder Feuchtigkeit zu schützen ist. Das bedeutet das Bauwerk oder das Bauteil ist durch eine korrekt geplante Abdichtung zu schützten. Diese muss in richtiger Dicke, oder mit dem richtigen Produkt für den jeweiligen Untergrund ausgeführt werden.
Hier zählt sich nicht der billigste Preis, sondern die passende Abdichtung.

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Fliesen-Fuge

Die Fuge hat die Aufgabe, den Belag zu schließen, Maßungenauigkeiten der Fliese (gebranntes Produkt) aufzunehmen und die Kanten der einzelnen Fliesen zu schützen.

Bei der Planung, Vorbereitung und der Wahl des verwendeten Stoffs gilt es, besonders auf die zukünftige Nutzung der Fläche zu achten, um Schäden zu vermeiden.

Einige wichtige Faktoren sind dabei:

  • Reinigung mit dem Hochdruckreiniger
  • Oberbelagsmaterialien (Fliesen, Feinsteinzeug, Naturstein, Pflaster)
  • Fugenbreite- und Tiefe
  • Chemische Belastung
  • Verkehrslast
  • Spannungsabbau

In den meisten Fällen werden zementhaltige oder reaktionsharzige Fugenmörtel verwendet.

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